Der bayerische Spaßfaktor

Der Sandkastenkrieg zwischen CSU und FDP ist ja schon sehr unterhaltsam. Nun hat die bayerische Sozialismusministerin Harderthauer ein neues Kapitel aufgeschlagen und gleichzeitig eine Namensänderung ihrer Partei bewirkt. Sie beschuldigte den Koalitionspartner von der FDP herumzuschlingern zwischen „Klientelpolitik für Superreiche und sozialistischer Familienpolitik à la Pinochet“ (zitiert nach: Spiegel).

Faszinierend, dass Frau H. dem Sozialisten-Mörder Pinochet sozialistische Politik attestiert. Und noch faszinierender, dass das Vorbild der meisten CSU-Politiker, der GröBaZ* FJ Strauß, ja eine Art Freund eben jenes Pinochets war.

Was liegt also näher zu vermuten, dass eben auch die CSU sozialistisch ist. Also nur schnell den ausgeschriebenen Parteinamen ändern und alles ist gut.

Nun muss man den Koaltionspartner nur noch dazu bringen, konsequent der pinochet-schen sozialistischen Familienpolitik zu fröhnen. Vielleicht finden die beiden Splitterparteien auf diese Weise endlich zusammen.

Wie sprach der große Vorsitzende der radikalen Marktextremisten, Herr W., dereinst so schön im Bundestag: „Dabei wissen alle: Ihr hasst euch wie die Pest!“ Wen meinte er damals nur? Hatte er damals hellseherische Fähigkeiten?

Ich schwanke immer wieder zwischen Schenkelklopfen und Fremdschämen (und einer Riesenportion Wut).

* Größter Bayer aller Zeiten