auch wenn “falsch” keinen Komparativ kennt.
Ob der immer irrsinnigere Landschaftsverbrauch oder die Fehlentscheidungen in der Verkehrspolitik, man hat zunehmend den Eindruck, das oberstes Ziel dieser Politik ist, in absehbarer Zeit möglichst viel dieses Landes unter Asphalt und Beton zu vergraben, um darauf möglichst viele und große LKWs fahren zu lassen.
Da ist der großdimensionierte Autohof, der bei Dramfeld entstehen soll, in einer eigentlich sehr schönen Landschaft, die aber ohnehin schon unter der A38-Schneise leidet. Nun sollen dort täglich tausende LKWs tanken, rasten und repariert werden. Und es sind dann auch bald Gigaliner dabei, jene 60-t-Ungetüme, die angeblich den Verkehrskollaps vermeiden sollen. Wird er dadurch vermieden, dass diese Monster Straßen und Brücken erdrücken, dass sie mit riesiger kinetischer Energie auf das Stauende knallen und nicht 3 sondern 20 weitere Fahrzeuge platt machen?
Auf der anderen Seite wird die Modernisierung der Bodenfelder Bahn aufs Eis gelegt. Keine Beschleunigung auf 80 km/h. Wahrscheinlich bewahrt nur das zu bedienende Sägewerk die Strecke vor dem Aus.
Da denkt man, ist doch gut wenn sie tatsächlich in Niedersachsen mit der Y-Trasse eine neue Bahnstrecke bauen, um mehr Güterzüge fahren lassen zu können. Aber die Strategie erscheint zweifelhaft, weil die Güterzüge mit den Regionalzügen auf einer Trasse fahren. Wenn es tatsächlich in den nächsten Jahren 500 Güterzüge täglich werden, die all den Plunder aus China in Mitteleuropa verteilen, dann bleibt für die Regionalzüge kein Raum.
Scheiße.

