Was kann schöner sein?
[mygal=20080504]
Archiv der Kategorie: Draußen
Die Bahn AG und ihr erbärmlicher Umgang mit der eigenen Vergangenheit
Gestern gab es hier in Göttingen die Eröffnungsveranstaltung für den Aufenthalt des Zuges der Erinnerung. Einführende Reden, ihn denen auf das verhindernde und destruktive Verhalten von Bahn-Vorstand und Verkehrsministerium hingewiesen wurde (beispielsweise muss der Verein ganz normale Trassen- und Bahnhofs-Preise zahlen), Präsentationen von Schüler-Arbeiten zum Thema und ein sehr schönes Konzert mit jiddischer Musik gaben einen sehr guten Rahmen.
Erzählt wurde leider auch, dass das Göttinger Bahnhofsmanagement ursprünglich satte 1000 € für einen Stromanschluss haben wollte. Immerhin gelang es durch Verwendung eigener Kabel die Kosten auf 300 € zu drücken. In Anbetracht der Tatsache, was in so einem Bahnhof an Strom für Quatsch vergeudet wird, ist das immer noch zuviel.
Eben wollte ich mir den Zug ansehen. Doch weit und breit war er nicht zu sehen. Auf meine Frage am Auskunftsschalter hin, erzählte mir die Dame, dem Verein würde ein Dampflokführer fehlen, um den Zug vom Abstellgleis an den Bahnsteig zu ziehen!
Mir kann niemand erzählen, dass die BahnAG nicht in der Lage wäre, einen Dampflokführer aus der Umgebung zu rekrutieren – oder einfach eine Rangierlok zur Verfügung zu stellen.
Aber offensichtlich hat man dort ein von oben verordnetes Problem mit der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit.
Erbärmlich.
Koksen für die Globalisierung
Vor einigen Jahren war schon fast das Ende der einheimischen Stahlherstellung eingeläutet. Die übrig gebliebenen Hochöfen könnte man an einer Hand abzählen. China sei Dank, dass nun der Stahl wieder boomt, die Hochöfen wieder eine Zukunft haben.
Mit einfacher Kohle kann der Hochofen nichts anfangen. Zuviele Fremdstoffe verunreinigen nicht nur, sondern verschlechtern auch die Energieausbeute. Also wird die Steinkohle zu Koks gebacken. In schmalen Öfen glüht die Kohle durch, ohne dass sie richtig verbrennt. Nur die ungewollten Stoffe gehen raus und bilden das Kokereigas, aus dem wiederum viele Gase gewonnen werden.
Der durchgeglühte Koks wird aus dem Ofen herausgedrückt. Da nun Sauerstoff an den Koks herankommt, würde er jetzt am liebsten richtig brennen. Deshalb muss er gelöscht werden. Dies geschieht ganz klassisch mit Wasser – entsprechend dampfig geht es ab…
In Duisburg-Schwelgern ist das schön zu sehen…
[mygal=Duisburg]
60 Liter Regen in kurzer Zeit
Das Extremwetter nimmt in diesem Jahr kein Ende – vor allem nicht der Regen. Diesmal tummelte sich der Regen in der Mitte Deutschlands und lies dadurch auch das Leinetal mehr oder weniger absaufen.
Hier Fotos aus dem ICE heraus zwischen Hannover und Göttingen. Und das Hochwasser am Flüthewehr im Süden Göttingens.
[mygal=20070929]
Eintrag ins Rekordbuch
Nachhausefahrt mit dem Rad: 22,1 km in 51 min
Es regnet und regnet und regnet und
“Rainy day in Deutschland – I believe its raining all over the world”
[mygal=20070821]
Radtour ins Grenzland – Tag 2
Nach rückengequälter, kaum durchschlafener Nacht, in der ich gegen halb eins mal aufstand, um einen herrlichen Sternhimmel mit immerhin vier Schnuppen zu bewundern, ging es um halb neu runter Richtung Helmstedt.
Ich genoss die fahrt über ruhige Straßen an Sonnenblumen- und Windrad-Feldern vorbei.
Kurz vor Oebisfelde überquerte ich die alte Grenze zwischen zwei Welten. Heute trennt sie zwar nur noch zwei Bundesländer von einander, aber es sieht “drüben” immer noch anders aus. Gerade hier in der Altmark scheint die Zeit auch ein bisschen stehen geblieben zu sein. Es gibt noch viele unrenovierte Häuser, etliche Kopfsteinpflasterstraßen. Beetzendorf war da ein typischen Beispiel. Und es gibt viele stillgelegte Bahnstrecken. In dem erwähnten Beetzendorf ist es besonders krass. Dort kreutzten sich mal mehrere Linien der Altmärkischen Kleinbahn. Jetzt ist der Bahnhof verfallen, die Gleisanlagen überwuchert. Aber tatsächlich wurde 2004 aus Versehen ein durchgehendes Gleis abgebaut. Nun soll es wieder hergerichtet werden, damit wieder Zugverkehr möglich wird.
Ich komme durch Ferchau, einen Ort, den es auf meiner Karte nicht gibt – und so sieht er aus. Aber es gibt Menschen hier, die mich mit großen Augen anschauen ![]()
Kurz hinter Seebenau wird es sehr spannend. Der Feldweg führt durch eine herrlich einsame Landschaft. Und plötzlich sehe ich links neben mir auf dem Acker viele viele Kraniche stehen, die sich langsam von mir entfernen, um Richtung Seebenau davonzuschweben. Vor mir auf dem Weg schaut ein Reh nach dem Rechten. Ich fahre ergriffen auf einem alten Plattenweg der DDR-Grenzorgane weiter. Ein Wachturm weist mir den Weg durch das Gewirr der Plattenwege zur ehemaligen Grenze zwischen Ost und West. Drüben ist es auch einsam, aber tatsächlich etwas vertrauter. Die Orte haben Namen wie Steine, Mammoißel, Schwiepke, Meuchefiz, Göttien, Tolstefanz…
Kurz vor dem Ziel zischt es an meinem Hinterrad. Naja, 10 Minuten Unterbrechung zum Flicken. Es war aber auch schon eine Tortur für die Reifen. Schließlich erreiche ich Dannenberg, baue mein Zelt auf, dusche und fahre in den Ort, um mir ein Baguette zum Abendbrot zu schießen…
[mygal=20070813]
Radtour ins Grenzland – Tag 1
Eigentlich hatte ich in diesem Sommer größere Radtour-Pläne, aber Unentschlossenheit und Feigheit vor dem Feind “schlechtes Wetter” ließen mich davon absehen, so setzte ich mich am Sonntag aufs Rad um gen Nordosten zu fahren, Richtung Elbe und vielleicht noch weiter. Gepackt hatte ich für eine Woche, es wurden 3 Tage
Tag 1 führte mich von Göttingen an den Elm. Eine schöne und anstrengende Tour erst entlang des Leine-Radweges, dann hinter Northeim Richtung Seesen. Erstaunliche Steigungen und natürlich nette Abfahrten – irgendwie klar im Harzvorland.
Ein paar Begegnungen waren unterhaltsam: Ein Motorradfahrer fragte mich nach den Radwegen, weil er von Hameln aus in den Harz wollte. Meine Erwiderung, dass ich Radwege nicht so wichtig finde, sondern lieber auf ruhigeren Straßen fahre, hat er irgendwie nicht verstanden ![]()
Dann fragte mich eine wohl über 70jährige nach dem Weg. Sie war auch auf Tour. Zwar mit deutlich weniger Gepäck als ich, aber sie machte eine Radtour. Das freute mich sehr – vielleicht bin ich ja auch solange aktiv ![]()
In Schöppenstedt am Elm kaufte ich in einer Dönerbude das dringend benötigte Wasser und wurde gewaltig vom Döner-Mann und seinem Freund bewundert. Ihre Begeisterung war schön!
Nun könnte besonders motiviert die letzten Kilometer über den Elm antreten, um endlich den ersten Campingplatz zu erreichen. Die Steigungen erweisen sich als harmlos. Nur der Campingplatz schien ungastlich. Also beschloss ich todesmutig noch 12 Kilometer weiter nach Helmstedt zu radeln. Glücklicherweise kam aber gleich der richtige, nette Platz, sodass mir die Unvernunft erspart blieb. Immerhin hatte ich so auch schon 157 Kilometer hinter mir.
[mygal=20070812]
77 km durchs Eichsfeld
Eine nette Radtour mit etlichen Steigungen, Gegenwind und einer Runde durchs Grenzlandmuseum.
[mygal=20070726]
Alle Jahre wieder
zumindest seitdem ich in Göttingen lebe ist der Altstadtlauf ein herausragendes Ergeignis. Auch wenn ich immer noch nicht mitgelaufen bin, dabeisein ist fast alles. Passgenau am letzten Schultag, eine nette Stimmung in der übervollen Altstadt, mit angestrengten aber meist fröhlichen Gesichtern, feinen Trommelrhythmen und Familienangehörigen, die übers Pflaster traben und hinterher verdientermaßen stolz sind.
Nächstes Mal – vielleicht peile ichs ja dann endlich mal, auch mitzulaufen…
[mygal=20070718]