Langsames Altern…

Gestern in der Zeitung:
„Deutschlands Lehrer werden immer älter
… Die 792000 Lehrer waren im vergangenen Schuljahr durchschnittlich 48,1 Jahre alt. Sechs Jahre zuvor hatte der Altersdurchschnitt noch 0,8 Jahre darunter gelegen…“

Wie jetzt? In 6 Jahren nur um 0,8 Jahre gealtert? Der Lehrerjob als Pro-Aging-Maßnahme?
Ich empfinde es gerade eher umgekehrt: In 5 Wochen um 10 Jahre gealtert…

Kann man so etwas Bildungspolitik nennen?

Mir gehts mal nicht um die Schule, sondern um Studieren.
Heute verteidigt Frau Schavan den Beschluss, abermals das Bafög nicht zu erhöhen. Seit 2002 warten die Studierenden auf eine Anpassung an Teuerungsrate. Immerhin dürfen sie etwas mehr dazu verdienen zu den 585 € im Monat. Achja, für Studierende mit Kind gibt es pro Blag 110 € dazu. Sehr beeindruckend.
Auf der anderen Seite steht die Einführung von Studiengebühren in vielen Bundesländern. Diese sollen ja eigentlich zur Verbesserung der Lehre dienen. Was die Hochschulen tatsächlich mit dem Geld machen, ist oft etwas anderes.
Und dann sind da die Hochschulen, die durch mangelnde Flexibilität den zukünftigen Lehramtsstudenten das Leben schwer machen. Bekommt man in Hamburg den Platz für Kunst nicht, kann man nicht etwa einfach ein anderes Fach anfangen, nein geht nicht.

Irgendwie bin ich froh, dass ich nicht mehr studieren muss. Aber, wenn ich daran denke, wie viele Akademiker gebraucht werden und wie sorgfältig die Leute vom Studium abgschreckt werden, kann mir schon ganz anders werden.

Achja, anderes Thema, aber hat auch mit Föderalismus zu tun: Nichtraucherschutz – ich muss wohl nicht weiter ausholen.
btw. Niedersachsens FDP-Mann Hirche möchte am liebsten kein allgemeines Rauchverbot in Gaststätten. Ein „R“ an der Tür soll den Menschen die Gesundheit schützen. Ist nur eine Kneipe am Ort, hat man halt Pech gehabt, wenn sie das „R“ trägt.
Übrigens ließ sich auch sein Fraktionsschef Rösler mit einem ganz tollen Vorschlag vernehmen: Er möchte zwecks Klimaschutz die Tempo-30-Zonen in den Städten abschaffen, damit der Verkehr flüssiger fließt. Ich würde sagen, er soll gleich so konsequent sein und auch die Zebrastreifen und Fußgängerampeln abschaffen.

Werden wir eigentlich von Irren regiert?

fast fertig

Während Kyrill am Dachstuhl rüttelt, dass es quietscht, korrigiere ich tapfer die letzten Arbeiten (wobei ich trotzdem noch zwei schreiben lasse), drucke Manuskripte aus, bearbeite Fotos für die Schul-PR. Irgendwie mache ich mir selbst mal wieder Stress, weils immer auf den letzten Drücker ist. Aber wie immer klappt es. Vielleicht sollte mal was wichtiges nicht klappen, damit ich meinen Arbeitsstil mal ändere.

Nun, Kyrill hat zwar gerüttelt, aber gottseidank hier (bisher) keine Schäden angerichtet – toitoitoi…

Mühühüde

ja wenn auch der Nachmittagsschlaf fehlt. Und freitags fehlt der eh schon länger, weil entweder Kutschenfahrstunde (hatte ich schon erwähnt, dass ich letzten Sonntag zum ersten Mal eine Kutsche gelenkt habe? Sogar im Trab :-)) oder Fahrt zum Schulbuchredaktionswochenende angesagt ist. Heute war beides nicht, weil ich einer Lieferung harrte. Um kurz nach vier kam dann das neue Regal in Form von zwölf schöner Stapelwürfel, die perfekt gestapelt werden können (jedenfalls, wenn man eine gerade Wohnung hat)
Natürlich habe ich es gleich aufgebaut und ein wenig eingeräumt. Es sieht sehr schön aus. Und ist nun das edelste Möbelstück, das ich besitze.

Ansonsten gibt es nun 9 nette Tage: Fürs Schulbuch schreiben, Arbeiten korrigieren (naja nur 8 Stapel), Arbeitswochenende…
Aber es wird schon gehen – und vielleicht wird es sogar befriedigend.

Absurdistan

War die Welt immer schon so absurd? Da muss man Frau Merkelnix eigentlich loben, weil sie mit ihrer Äußerung, die USA hätten in Sachen Masri-Entführung Fehler eingeräumt, die US-Regierung in Schwierigkeiten gebracht hat. Wird sie als Kanzlerin plötzlich vernünftig?
Das der Ex-Innenminister Chily jetzt vielleicht noch nachträglich einen reingewürgt kriegt ist ja dagegen fast normal, schließlich hatte es seinen Vorgänger Kanther ja auch schon erwischt. Diese ganzen Law-and-Order-Saubermänner haben doch selbst den dicksten Dreck am Stecken.

Irgendwie freut es mich ja, dass der diesjährige Literaturnobelpreisträger Pinter in seiner Rede die USA nach allen Regeln der Kunst an den Pranger stellt und ihnen schwerste Verbrechen vorwirft. Jo.

Perspektiven?

Da fragte ein bekannter Schulbuchverlag am Ende einer Befragung über die Konzeption von Schulbüchern, ob man Interesse an der Mitarbeit als Autor für Schulbücher hätte. Anfang der Woche schickte ich den Zettel endlich weg, nicht ohne jene Frage mit JA zu beantworten. Heute kommt eine Einladung für Mittwoch ins Hannoveraner Grand Hotel Mussmann (aber ohne Übernachtung 😉 zu einem Kennenlern- und Info-Treffen…

Sicherlich keine Komplettalternative – aber eine Möglichkeit, ein Gegengewicht zu schaffen :-)

Wie man sich Arbeit macht

Opensource ist ja schön, und ich nutz das Openoffice durchaus öfters, wenn ich auch noch zwecks Kompatibilität das Kleinweichsche Büro vor allem für die Schule verwende. Aber wo es unschlagbar ist, das Openoffice, sind Arbeiten, die am Ende ein pdf benötigen. So bastelte ich im letzten Sommer unseren Schulkalender mit OO. Es klappte auch einigermaßen gut, jedenfalls deutlich besser als mit dem einsilbigem Programm, das ja bei Tabellen, die mehr als 3 Zeilen oder Spalten haben, schon in die Knie geht. Und das erzeugte pdf ermöglichte der Drückerei eine tadellose Arbeit.
Nun mit der fast-2er-Version passierte etwas, das ich nun gar nicht vermutet hatte. Nach einigem Rumgemache mit den eingebauten Fotos tilte OO. Nun brach mir der Schweiß aus, weil ich plötzlich die mikrige Dateigröße sah. Und tatsächlich: die Wiederherstellung funktionierte nicht, der Absturz hatte die Datei gnadenlos zerschossen. Da nutzt auch die automatische Speicherei nix.
Nach einigen Wut gefüllten Minuten, in denen ich nicht übel Lust hatte, den ganzen Kram hinzuschmeißen – schließlich müsste ich die ganzen Wochentage des Kalendarium wieder anpassen – begann ch zur Abwechslung mal systemtisch nachzudenken. Ich fand einen Weg mit der Ersetzen-Funktion über eine Zwischenstation das Kalendarium zu aktualisieren, ich fand die Fotos (die ich sonst wieder mühsam hätte raussuchen müssen) im temp-Ordner und schaffte den Neuaufbau tatsächlich ziemlich zügig. Und ich speicherte jetzt immer unter neuem Namen 😉

So macht man sich Arbeit, lernt aber auch wieder viel dabei.

10 Jahre im Internet…

Eigentlich beginnt meine Online-Geschichte aber schon zwei Jahre vorher. Im Frühling 1993 entschloss ich mich, der Werbung nachzugehen und einen BTX-Anschluss zu beantragen. Als Begründung dachte ich mir die Notwendigkeit aus, als Freiberufler mein Konto online führen zu müssen 😉

Bald kam das Päckchen mit dem Modem und der Software. Das Modem mit der berauschenden Geschwindigkeit von 1200 Baud (so ungefähr 1200 Bit pro Sekunde) ließ sich recht leicht über eine erstaunlicherweise freie serielle Schnittstelle an den EsCom-Computer (386 DX40 mit 4 MB RAM) anschließen. Und tatsächlich funktionierte BTX recht gut, nachdem ich die Telefonkabelage ersteinmal entworren hatte.

weiterlesen: Weiterlesen