wider Erwarten ein schöner lauer Abend, der durch seine Diesigkeit besticht…
[mygal=20080516]
Monthly Archives: Mai 2008
Comeback des unterbrochenen Dauertons?
Eben stolperte ich über einen Artikel zum Thema Sirenen. Ungeachtet dessen, dass sie wohl immer noch eine klare Daseinsberechtigung haben und ja auch noch an vielen Orten vorhanden sind (so auch hier in der Nachbarschaft), so kommen mir gleich einige Erinnerungen an diese heulenden Teller auf den Dächern.
Als kleines Kind hatte ich großen Schiss vor Sirenen. Ob es einfach der schaurige Ton war oder auch die Wirkung der Kriegserzählungen von meinen Eltern und Großeltern, vermag ich nicht zu entscheiden. Auf jeden Fall jagte sie mir Angst ein, die Sirene auf der Mittelschule, etwa 100 Meter entfernt. Ich heulte immer mit.
Eines Nachts war es wirklich schlimm. Eine Sirene in der Südstadt war wegen eines Wolkenbruchs “abgesoffen” also außer Kontrolle geraten und heulte die halbe Nacht. Ich lag zitternd im Bett meiner Eltern…
Etliche Jahre später – etwa 1981: Bedingt durch das Ost-West-Säbelrasseln mit Pershing II und SS20, heißem Herbst, Demos und Atomkriegsszenarien steigerte ich mich gelegentlich in Weltuntergangsphantasien. Ich las “Ende” von Guha an einem Wochenende und träumte von Atompilzen über Badenstedt.
Eines Vormittags war mal wieder der vierteljährliche Probealarm. Ich hatte gerade Unterricht und ging währenddessen aufs Klo. Als der zweimal unterbrochene Heulton (ABC-Alarm) erklang, stand ich am Fenster, sah auf die menschenlerre Straße und stellte mir vor, dass es keine Übung wäre, sondern real. Was würde ich tun? Ich weiß nicht, ob ich mir damals diese Frage beantwortet habe.
Heute habe ich keine Angstgefühle mehr beim Heulen der Sirene. Ich schaue raus, um zu sehen, ob es in der Nähe brennt. Und eigentlich sollte ich das Radio anmachen. Es könnte ja Katastrophenalarm sein…
Welcomeback im normalen Wahnsinn
Nach einer sehr schönen Klassenfahrt, die endlich mal wieder ein positives Schulerlebnis brachte, feinen frühlingssonnigen Kurzferien heute wieder die Normalität der Anstalt. Immerhin keine Bonus-Veranstaltung in Form einer kaum-nützigen Disziplinarkonferenz. Dafür erfahre ich, dass die Dienstbesprechung letzte Woche das Trainingsraumkonzept abgeschmettert hat. Einige Kollegen wollten lieber den achsotollen Status quo behalten als eine Stunde mehr zu machen…
Ich rege mich über diesen Mist lieber gar nicht erst auf, sondern schreibe in Gedanken am nächsten Versetzungsantrag.
Frühlingssonntag
Was kann schöner sein?
[mygal=20080504]
der erste Tag im fünften Monat
auch 1. Mai genannt. Traditioneller Ziegenaustrieb in Landolfshausen und herrlichem Frühlingswetter. Er duftet und betört…
[mygal=20080501]