Und dennoch passiert hier nichts, weil sich die Gewitter wieder vorbeimogeln. Die A7 läuft über, der Harz versinkt im Schlamm. Hier bleibt nur eine beeindruckende Optik mit vielen netten Erdblitzen…
[mygal=20070823]
Monthly Archives: August 2007
Es regnet und regnet und regnet und
“Rainy day in Deutschland – I believe its raining all over the world”
[mygal=20070821]
Phänomenales Schauspiel
Regenbogen mit Interferenzbögen plus “Radialstrahlen”, die wohl Dämmerungsstrahlen sein dürften – genial…
Experten bezeichnen dieses Phänomen als “Regenbogenrad” oder fachlicher: “Anti-crepusculare Strahlen”, also
“Gegendämmerungsstrahlen”
[mygal=20070817]
Radtour ins Grenzland – Tag 2
Nach rückengequälter, kaum durchschlafener Nacht, in der ich gegen halb eins mal aufstand, um einen herrlichen Sternhimmel mit immerhin vier Schnuppen zu bewundern, ging es um halb neu runter Richtung Helmstedt.
Ich genoss die fahrt über ruhige Straßen an Sonnenblumen- und Windrad-Feldern vorbei.
Kurz vor Oebisfelde überquerte ich die alte Grenze zwischen zwei Welten. Heute trennt sie zwar nur noch zwei Bundesländer von einander, aber es sieht “drüben” immer noch anders aus. Gerade hier in der Altmark scheint die Zeit auch ein bisschen stehen geblieben zu sein. Es gibt noch viele unrenovierte Häuser, etliche Kopfsteinpflasterstraßen. Beetzendorf war da ein typischen Beispiel. Und es gibt viele stillgelegte Bahnstrecken. In dem erwähnten Beetzendorf ist es besonders krass. Dort kreutzten sich mal mehrere Linien der Altmärkischen Kleinbahn. Jetzt ist der Bahnhof verfallen, die Gleisanlagen überwuchert. Aber tatsächlich wurde 2004 aus Versehen ein durchgehendes Gleis abgebaut. Nun soll es wieder hergerichtet werden, damit wieder Zugverkehr möglich wird.
Ich komme durch Ferchau, einen Ort, den es auf meiner Karte nicht gibt – und so sieht er aus. Aber es gibt Menschen hier, die mich mit großen Augen anschauen ![]()
Kurz hinter Seebenau wird es sehr spannend. Der Feldweg führt durch eine herrlich einsame Landschaft. Und plötzlich sehe ich links neben mir auf dem Acker viele viele Kraniche stehen, die sich langsam von mir entfernen, um Richtung Seebenau davonzuschweben. Vor mir auf dem Weg schaut ein Reh nach dem Rechten. Ich fahre ergriffen auf einem alten Plattenweg der DDR-Grenzorgane weiter. Ein Wachturm weist mir den Weg durch das Gewirr der Plattenwege zur ehemaligen Grenze zwischen Ost und West. Drüben ist es auch einsam, aber tatsächlich etwas vertrauter. Die Orte haben Namen wie Steine, Mammoißel, Schwiepke, Meuchefiz, Göttien, Tolstefanz…
Kurz vor dem Ziel zischt es an meinem Hinterrad. Naja, 10 Minuten Unterbrechung zum Flicken. Es war aber auch schon eine Tortur für die Reifen. Schließlich erreiche ich Dannenberg, baue mein Zelt auf, dusche und fahre in den Ort, um mir ein Baguette zum Abendbrot zu schießen…
[mygal=20070813]
Star-Invasion
Gerade spielte sich hier ein sehr beeindruckendes Schauspiel ab: Etliche hundert Stare versammelten sich in benachbarten Bäumen, flogen hin und her, fielen mal kurz über Holunderbüsche her, wechselten den Versammlungsort, um schließlich gemeinsam etwa ein oder zwei Kilometer weiterzuziehen.
Das ganze war natürlich von einem infernalischen Gezwitscher begleitet ![]()
[mygal=20070816]
Radtour ins Grenzland – Tag 1
Eigentlich hatte ich in diesem Sommer größere Radtour-Pläne, aber Unentschlossenheit und Feigheit vor dem Feind “schlechtes Wetter” ließen mich davon absehen, so setzte ich mich am Sonntag aufs Rad um gen Nordosten zu fahren, Richtung Elbe und vielleicht noch weiter. Gepackt hatte ich für eine Woche, es wurden 3 Tage
Tag 1 führte mich von Göttingen an den Elm. Eine schöne und anstrengende Tour erst entlang des Leine-Radweges, dann hinter Northeim Richtung Seesen. Erstaunliche Steigungen und natürlich nette Abfahrten – irgendwie klar im Harzvorland.
Ein paar Begegnungen waren unterhaltsam: Ein Motorradfahrer fragte mich nach den Radwegen, weil er von Hameln aus in den Harz wollte. Meine Erwiderung, dass ich Radwege nicht so wichtig finde, sondern lieber auf ruhigeren Straßen fahre, hat er irgendwie nicht verstanden ![]()
Dann fragte mich eine wohl über 70jährige nach dem Weg. Sie war auch auf Tour. Zwar mit deutlich weniger Gepäck als ich, aber sie machte eine Radtour. Das freute mich sehr – vielleicht bin ich ja auch solange aktiv ![]()
In Schöppenstedt am Elm kaufte ich in einer Dönerbude das dringend benötigte Wasser und wurde gewaltig vom Döner-Mann und seinem Freund bewundert. Ihre Begeisterung war schön!
Nun könnte besonders motiviert die letzten Kilometer über den Elm antreten, um endlich den ersten Campingplatz zu erreichen. Die Steigungen erweisen sich als harmlos. Nur der Campingplatz schien ungastlich. Also beschloss ich todesmutig noch 12 Kilometer weiter nach Helmstedt zu radeln. Glücklicherweise kam aber gleich der richtige, nette Platz, sodass mir die Unvernunft erspart blieb. Immerhin hatte ich so auch schon 157 Kilometer hinter mir.
[mygal=20070812]