Nehmen wir doch unsern Innenminister mal beim Wort

Er meint ja, wir sollten selbst für unseren Datenschutz sorgen, damit er das nicht machen muss.

Ok. Dann kratze ich mal Geburtsdatum und Wohnort auf meinem Perso kaputt. Dann verschweige ich meine Steuernummer und natürlich die Höhe meiner Einnahmen. Dann zeigen ich keinem Kontrolleur mehr meine Fahrkarte, zeige nicht mehr meine Fahrtrichtung an (warum sollen andere erfahren, wohin ich fahren will).

Und ich mache einfach kein Kreuz auf dem nächsten Wahlzettel. Das ist doch auch persönlicher Datenschutz, zu verhindern, dass andere meine politische Einstellung erfahren.

Oder sollte ich einfach die wählen, die einen anderen Ansatz haben?

 

Lüge oder Ahnungslosigkeit

Da verdichtet sich immer mehr, dass BND und NSA (und vermutlich diverse andere Geheimbünde) gemeinsame Sache gemacht haben nach dem Motto: Schnüffle du mir meine Bevölkerung aus, dann mach ich das mit deiner. Super Sache. Und dann will diese unsere Regierung nichts von der Schnüffelei gewusst haben. Hahaha.

Obwohl – vielleicht hat sie es wirklich nicht. Vielleicht bezog sich dieser Merkelsche Ausspruch „das Internet ist Neuland für uns“ ja nicht auf uns Deutsche (wir sollten uns nicht immer gleich angesprochen fühlen, wenn andere den Krankenpfleger-Plural benutzen) sondern auf „uns als Regierung“. Also Ahnungslosigkeit in der Regierung oder zumindest im Kanzleramt bei Herr Pofallala und Frau Merkelnix. Oder haben die bösen Schlapphüte vom Bewusstlosen Neuland Dezernat etwa einfach nix gesagt beim wöchentlichen Briefing in der Waschmaschine? Böse, böse, diese Jungs. Da kann natürlich so ein Herr Pofallala nichts machen. Und seine Chefin ist aber doch wenigstens so ehrlich, dass sie zugibt, sich nicht ins Neuland zu trauen.

Aber… was ist, wenn sie es doch gewusst haben? Dann haben sie schlicht gelogen. Dann haben sie ihr dummes Volk geleimt. Mit uns können sie es ja offensichtlich machen. Wir wählen die ja wieder brav zurück ins Amt.

Die Opposition übrigens ist auch nicht besser – ihre Ahnungslosigkeit kann ich auch nicht ganz glauben, schließlich steckte die SPD ja bis 2009 mit unter der Decke mit den Ahnungslosen.

Wann wird endlich ein Wahrheitsministerium eingerichtet. Da wäre wengistens von vorne herein klar, dass dort nur gelogen würde.

Merkel begibt sich in „Lebensgefahr“

Ist schon faszinierend, wie weit sich Politiker aus dem Fenster lehnen:

„Keine Euro-Bonds, solange ich lebe“

Mir wäre so eine Aussage zu gefährlich: Entweder muss ich irgendwann den Adenauer machen („Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“) oder meine Leibwächter müssen gut aufpassen 😉
Vielleicht zeigt sie ja auch am Sonntag in Kiew solch wilde Entschlossenheit und trägt ein T-Shirt, das die Freilassung der politischen Gefangenen in der Ukraine fordert. DAS wäre mal was.

Jenseits solchen Geblödels ist mir eher mulmig.

  • Eine Kanzlerin, die ihr Leben ins Spiel bringt.
  • Ein Finanzminister, der immer mehr „Europa“ will.
  • Zwei Oppositionsparteien, die sich vermutlich nach Strich und Faden veräppeln lassen.
  • Otto & Erna (und wie wir alle heißen), die sowieso nicht mehr wissen und verstehen, was da läuft – aber immerhin möchte uns dieser Oberopportunist aus Bayern mehr Bürgerbeteiligung gönnen (merkwürdig nur, dass er sich nicht an das Votum der Münchner zum Flughafenausbau halten will – aber das ist natürlich was ganz anderes).

Das ganze Leben ist ein Quiz – und wir sind nur die Kandidaten.

Windelweiches Gewäsch

Es geht mir einfach nur noch auf den S*ck, dieses windelweiche sich Rausreden. Anstatt klar zu sagen „Ich habe mich rausgeredet, in dem ich etwas verschwiegen habe“ sagt unser Bundespräsident „Ich erkenne an, dass hier ein falscher Eindruck entstehen konnte… Ich bedauere dies.“ Tolle Wurst. Der falsche Eindruck sollte damals entstehen, ganz einfach.

Ein anderer Politiker scheint klar gelogen zu haben. Die neue General-Sprechpuppe der FDP hat Fahrerflucht begangen. Er hat einen Spiegel abgefahren und es angeblich nicht bemerkt. Dummerweise scheint es Zeugen zu geben, die gesehen haben, wie er angehalten hat. Dumm gelaufen, wenn man aus einer Lappalie eine Lüge macht.

Aufrichtigkeit ist was für Weicheier, die in der Politik nicht weit kommen.

„Döner-Morde“ – was für ein beschissener Begriff

Wer mag sich diesen Begriff ausgedacht haben? Egal ob Presse oder Polizei: Es sind keine Dönerspieße ermordet worden sondern Menschen. Wenn Zeitungen diesen Begriff nachplappern – zum Teil sogar ohne Anführungszeichen – dann setzt sich die Menschenverachtung der Mordserie in der gedankenlosen Berichterstattung fort.

Was wäre, wenn einige Opfer deutsche Porschefahrer gewesen wären? Ich bezweifle, dass dann von Porsche-Morden die Rede wäre .-(

Die komische Angst vor Google Street View

Zugegebenerweise habe ich im ersten Moment auch gedacht: Muss das sein, dass die Datenkrake jetzt auch unsere Häuschen knippst. Aber je mehr sich diese Hysterie ausbildete, desto mehr dachte ich: Was soll dieser Quatsch? Da lassen die Leute an allem möglichen Orten ihre sensiblen Daten, wählen Politiker, die unsere Kontodaten verschachern, Online-Durchsuchungen erlauben, Vorratsdatenspeicherung verlangen usw usw. Aber das, was jeder sehen kann, soll plötzlich persönlich schützenswert sein.
Und natürlich fährt man gerne am Urlaubsort durch die Gassen – vorher mit Streetview. Und man nutzt die ach so bequemen und völlig kostenlosen anderen Google-Dienste. Wird da jemand, der Widerspruch eingelegt hat, darauf verzichten? Vermutlich die wenigsten.

Dass sich die Politiker da so hinterklemmen, lässt einzig und allein den Verdacht aufkommen, dass sie von den wirklichen Schweinerein ablenken wollen.

Ich hoffe, dass ich es mitkriege, wenn das Google-Auto durch meine Straße fährt. Dann führe ich extra ein kleines Straßentheaterstück auf 😉

Die Chemtrailer…

(roiters) Stümperhaft ausgeführte Chemtrail-Arbeiten sorgen für großen Unmut im Berufsstand. Der Sprecher der Sprüher-Gewerkschaft F.L.A.C.O.N. erhob schwere Vorwürfe gegen freiberufliche, nicht gewerkschaftlich organisierte Chemtrailer. Ihre schlecht ausgeführten Arbeiten würden den ganzen Berufsstand in Misskredit bringen, so der Gewerkschaftler. Dem hielt ein leitender Beamter der zuständigen EU-Kommission entgegen, dass z.B. in den USA die Sprühaufträge häufig an Freiberufler vergeben würden.
Diese seien eben auch billiger.
Während ein angestellter Sprüher per Tarifvertrag mindestens 17 € pro Quadratkilometer bekommt, erhalten die Freiberufler zwischen 12 und 15 €.
Wie aus der EU-Kommission zu hören war, sind während der WM vor allem Beta-Blocker und leichte Sedativa versprüht worden, seit heute würde wieder das relativ ungiftige Dihydrogenoxid versprüht.


Foto: Misslungener Chemtrailer-Einsatz über Südniedersachsen.

Schland, O Schland, wir sind von dir begeistert!

Was soll man auch sonst dazu sagen? :-)

ein anderer Blick auf die Geschehnisse: grapfapan.de